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Energieausweis

Der Energieausweis ist die Einstufung der Wärmedämmeigenschaften eines Gebäudes und des sich hieraus ergebenden Energiebedarfs für Heizung und Warmwasserversorgung anhand von zu ermittelnden Vergleichswerten.

- Die ermittelten Kennwerte werden bezogen auf die beheizte Gebäudenutzfläche. Die beheizte Gebäudenutzfläche ist eine theorethische Bezugsgröße,die nicht der vermietbaren Wohnfläche nach der 2.Berechnungsverordnung entspricht.

► Der Energieausweis wird nach den Vorgaben der        Deutschen Energie Agentur (DENA ) erstellt und        beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) mit        einer Registriernummer registriert.

► Ein Energieausweis ist gültig für eine Laufzeit von       10 Jahren, sofern keine wesentlichen                            Veränderungen am Gebäude vorgenommen                werden.

► Nach Veränderungen an den Wärme dämmenden      Außenflächen ist grundsätzlich ein neuer                    Energieausweis erforderlich.

► Beim Verkauf oder bei Neuvermietung von                  Gebäuden mit Wohnraum oder Räumen mit                wohnungsähnlicher Nutzung (Büros, Arzpraxen          etc.) ist vom Vermieter bzw. vom Verkäufer                  ein Energieausweis mit den energetischen                  Kennwerten des Gebäudes und der damit                    verbundenen Co2-Belastung der Umwelt                    vorzulegen.

► Ein Energieausweis ist nur dann gültig, wenn er          die Bescheinigung eines ausstellungsberechtigten      Energieberaters darüber enthält, dass die                    Berechnungsgrundlagen von ihm vor Ort                      aufgenommen bzw. überprüft  worden sind und          dass er die Korrektheit der Angaben für die                  Dauer der Gültigkeit gewährleistet. 

 

Wozu wird der Energieausweis benötigt?.

 

A. Wohngebäude

-   Energieausweis im Hüllflächenverfahren

    (gemäß §§ 16 ff.der Energieeinsparverordnung)

Ein Energieausweis ist für Wohngebäude gemäß Energieeinsparverordnung EnEV 2009 bereits seit 01.01.2009 vorgeschrieben. Mit der Energieeinsparverordnung EnEV 2014/16 das Berechnungsverfahren zur Anfertigung von Energieausweisen aktualisiert.

► Beim Verkauf oder bei Neuvermietung von                  Gebäuden mit Wohnraum ist vom Vermieter bzw.        vom Verkäufer ein Energieausweis mit den                  energetischen Kennwerten des Gebäudes und der      damit verbundenen Co2-Belastung der Umwelt            vorzulegen.

► In Immobilienanzeige müssen die Kennwerte des        Energieausweises angegeben werden.

► Vermieter und Verkäufer sollen durch die Pflicht          zur Offenlegung bewegt werden, durch bauliche          Energiesparmaßnahmen  die Vermietbarkeit  zu          verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung        zu senken. Eine Zusammenstellung der möglichen      baulichen Maßnahmen mit den damit                          verbundenen Energieeinsparungen ist Bestandteil      des Energieausweises.

 

 

B. Nicht-Wohngebäude

-   Energieausweis im Mehr-Zonen-Modell

    ( nach DIN V 18599 )

Für Nicht-Wohngebäude oder Nicht-Wohnbereiche in gemischt genutzten Gebäuden aller Art schreibt die EnEV 2014/14 verbindlich die Anfertigung des Energieausweises nach DIN  V 18599 vor.

Für gemischt genutzte Gebäude sind somit für den Wohnbereich und für den Nicht-Wohnbereich jeweils ein gesonderter Energieausweis erforderlich.

In Nicht-Wohngerbäuden mit Publikumsverkehr         und mehr als 250 qm Nutzfläche ist der                       Energieausweis an einer für die Öffentlichkeit             sichtbaren Stelle auszuhängen.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Welche Arten von Energieausweisen für Wohngebäude sind möglich?

 

Bedarfsausweis

Der Bedarfsausweis ist der einzige Energieausweistyp, der nicht anfechtbar ist und auch in jedem möglichen Rechtsstreit Bestand hat!

Aus der Geometrie und den Materialeigenschaften aller Außenflächen des beheizten Gebäudes sowie der Art und Anordnung der Heizungsanlagen wird der Energiebedarf des Gebäudes rechnerisch ermittelt.

Der Bedarfsausweis liefert objektive Vergleichswerte für normierte Bedingungen.

Der durch individuelles Heizverhalten bedingte tatsächliche Energieverbrauch kann erheblich von diesem theoretischen Energiebedarf abweichen.

 

Verbrauchsausweise

A. Verbrauchsausweis mit Datenerhebung durch den verantwortlichen Aussteller

Bei dieser Variante des Verbrauchsausweises werden die genormten energetischen Kennwerte aus dem individuellen Heizenergieverbrauch der vorangegangenen 3 Jahre abgeleitet. Voraussetzung hierfür ist u.a., dass für den betrachteten Zeitraum eine einwandfreie, lückenlose Heizkostenabrechnung für alle Wohn-/Nutzeinheiten existiert.

Auch für den Verbrauchsausweis ist zur Feststellung des aktuellen Bauzustandes, der möglichen Sanierungsmaßnahmen,  der Überprüfung der Plausibilität der Verbrauchsdaten und der Ermittlung der beheizten Gebäudenutzfläche eine Ortsbesichtigung erforderlich.

Der Aussteller des Verbrauchsausweises muss insbesondere auch überprüfen, dass sich in keinem Wohnraum ein zusätzlicher Wärmeerzeuger (Elektrischer Wassererhitzer, Ofen, Kamin etc.) befindet.

Die Anfertigung von Verbrauchsausweisen ist nur zulässig  für Gebäude mit mehr als vier Wohneinheiten, die nachweislich mindestens die Anforderungen der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 erfüllen. Letzteres sind in der Regel nur Gebäude, deren Baugenehmigung für Neubau oder Umbau nach 1977 erteilt wurde und die danach nicht mehr verändert wurden.

 

B. Verbrauchsausweis mit Datenerhebung durch den Eigentümer

Bei dieser Variante stellt der Eigentümer dem Aussteller alle Verbrauchs- und Gebäudedaten zu Verfügung, ohne dass der Aussteller ein Überprüfung am Objekt durchführt.

Der Aussteller vermerkt dieses Vorgehen auf dem "Ausweis" und ist damit von jeglicher Verantwiortung und Gewährleistung entbunden.

Diese Variante des angeblichen "Energieausweises", die häufig zu Billigstpreisen angeboten wird, hat keinerlei rechtlichen Bestand.

  

Gültigkeit des Energieausweises

Damit ein Energieausweis gültig ist, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

1.   Der Energieausweis muss gemäß § 16 bis § 26 der Energieeinsparverordnung erstellt worden sein.

2.   Die Angaben im Energieausweis wurden vor Ort überprüft und werden durch die Unterschrift eines                       registrierten Ausstellers bescheinigt und gewährleistet.

3.   Der Energieausweis darf nicht älter als 10 Jahre sein, und es dürfen seit der Ausstellung keine baulichen             Veränderungen vorgenommen worden sein.

4.   Seit dem 01. Mai 2014 müssen Energieausweise gemäß Energieeinsparverordnung EnEV 2013/14 beim             Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) gebührenpflichtig registriert werden.

 

Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis?

Da die Aussagekraft von Verbrauchsausweisen sehr unmstritten ist und sich der Aufwand der Bearbeitung für beide Arten des Energieausweises kaum von einander unterscheidet,  ist der kaum anfechtbare Bedarfsausausweis in der Regel die zu eOfehlendeVariante.

 

Der klügste Weg zum Energieausweis

Lassen sie den Energieausweis gemeinsam mit einer staatlich geförderten Energieberatung anfertigen.

Mit den Daten aus der Energieberatung kann auch ein Bedarfsausweis angefertigt werden, sofern keine Veränderungen am Gebäude erfolgen.

Nach Abzug der staatlichen Förderung sind die Ihnen verbleibenden Gesamtkosten für den Energieausweis und die Energieberatung nicht höher als die Kosten für eine alleinige Ausweiserstellung.

Sollten zu einem späteren Zeitpunkt energetische Sanierungen vorgenommen werden, so ist die Erstellung eines neuen Energieausweises Bestandteil der geförderten Sanierungsarbeiten und die Kosten des Ausweises werden überwiegend durch Fördermittel abgedeckt.

Somit können die Kosten des dann erforderlichen neuen Energist dann ein neuer Energieausweis erforderlich.

Die Kosten desw egus der Eneriebemnch die Aussagekraft von Verbrauchsausweisen sehr unmstritten ist und sich der Aufwand der Bearbeitunder kaum anfechtbare Bedarfsausausweis in der Regel die sinnvollere Variante.